Sehbehinderung ist kein Randthema – es betrifft mehr Menschen als jede andere Behinderung weltweit. Deshalb lohnt sich die Forschungsfrage.
2,2 Mrd.
Menschen mit Sehbehinderung weltweit
WHO 202443 Mio.
blinde Menschen weltweit
WHO 2024295 Mio.
mit mittlerer bis schwerer Sehbehinderung
WHO 2024+55%
prognostizierter Anstieg bis 2050
WHO PrognosePapoNox verändert keinen Code, kopiert nichts und baut nichts nach. Wir untersuchen, wie weit man mit öffentlichen Schnittstellen (ObjC Runtime, Accessibility-APIs) kommt – vergleichbar mit einem Screenreader, der tiefer ansetzt. Ziel: herausfinden, ob professionelle Software für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich werden kann.
Gestützt durch den EU Accessibility Act und die EU-Interoperabilitätsausnahme (Art. 6 Richtlinie 2009/24/EG).
Jedes Forschungsprojekt beginnt mit einer Frage, die niemand gestellt hat
Am 24. Juli 2024 verliert Petar Nikolic sein Augenlicht durch eine schwere Entzündung. 20 Jahre Erfahrung als Toningenieur und Musikproduzent – plötzlich abgeschnitten vom Bildschirm.
Kann eine professionelle Digital Audio Workstation vollständig ohne visuelle Ausgabe bedient werden? Aus dieser Frage entsteht PapoNox als Forschungsprojekt – nicht als Produkt, sondern als Versuch, eine unbeantwortete Frage sauber zu beantworten.
Ein erster Prototyp wird gebaut, um die Grundidee zu überprüfen: Ist das Prinzip überhaupt möglich? Die Antwort lautet vorläufig ja – damit beginnt die eigentliche Forschungsarbeit.
Petar demonstriert den Prototyp. Ein erster Einblick – nicht der Endzustand, sondern der Startpunkt der Forschung.
Video folgt in Kürze
Die Forschungsfrage: Lässt sich visuelle Abhängigkeit durch KI-gestützte Intention ersetzen?
Zurück in den Beruf
Professionelle Musiker nach Sehverlust – welche Werkzeuge brauchen sie, um weiterarbeiten zu können?
Musikschulen
Wie kann Musikausbildung aussehen, wenn visuelle Barrieren wegfallen?
Musik für alle
Welche Schwelle bleibt, wenn die Bedienung komplett sprachlich wird?
Die Forschungsfrage ist formuliert, ein erster Prototyp demonstriert die prinzipielle Machbarkeit an Logic Pro. Ab hier beginnt die eigentliche Forschung.
Wie weit kann eine DAW tatsächlich ohne Bildschirm bedient werden? Welche Teile funktionieren, welche nicht, und warum? Finanzierung noch offen.
Lässt sich der Ansatz auf andere Software übertragen? Diese Frage steht am Horizont – nicht als Versprechen, sondern als langfristige Forschungsperspektive.
“Wir behaupten nichts. Wir erforschen es.
Von einer DAW-Machbarkeitsstudie zur Frage universeller Barrierefreiheit.
Die Forschungsfrage ist formuliert, der Prototyp zeigt: das Prinzip funktioniert grundsätzlich. Damit ist die Ausgangsbasis für die weitere Forschung gelegt.
Welche Teile einer professionellen DAW lassen sich sprachlich adressieren? Wo liegen die Grenzen? Das ist der Kern der laufenden Forschungsarbeit.
Ob sich der Ansatz auf das Betriebssystem als Ganzes übertragen lässt, ist eine offene Frage am Horizont – kein Versprechen.
Die Zukunft der Barrierefreiheit – als Forschungsfeld